Allgemein

Musik-Kolumne

Green Day – wenn man diesen Namen hört, denkt man als erfahrene/r MusikliebhaberIn unweigerlich an die Punkband aus den 90er Jahren, neben The Offspring wohl die erfolgreichste dieser Epoche. Die Band um Billie Joe Armstrong schlug etwa um den Jahrtausendwechsel dann deutlich rockigere Töne an und engagierte sich stark in der Politik. Die neueste Scheibe „Uno!“ geht nun eindeutig in Richtung Pop, und darüber hinaus sollen in den nächsten Monaten noch 2 weitere Alben erscheinen. Damit ist die Kommerzialisierung dieser Band abgeschlossen, Nonkonformität oder politisches Engagement sind Schnee von gestern. Was wie ein Verrat an der eigenen Philosophie aussieht, muss aber nicht bedeuten, dass die Songs – vielleicht abgesehen vom schwülstigen „Oh Love“ – schlecht wären. Zum gelegentlichen Reinhören taugt die Platte definitiv, aber bei dieser Band muss der Anspruch einfach höher liegen.

In unseren Breiten noch eher unbekannt, machen The Gaslight Anthem international bereits große Schlagzeilen, zum Beispiel als Vorband der Foo Fighters auf deren aktueller „Wasting Light“-Tour. Das ist dieser Band aus New Jersey aber noch lange nicht genug, und wenn die Songs auch weiterhin so abgehen wie auf dem im Juli erschienenen Studioalbum „Handwritten“, dann ist ihnen einiges zuzutrauen. Starke Uptempo-Titel wie „45“ oder „Handwritten“ mit der herausragenden Stimme von Sänger Brian Fallon spiegeln den Charakter der Band wider, aber es geht auch anders – „Too Much Blood“ beispielsweise schlägt deutlich gemütlichere Töne an. Alles in allem ein sehr stimmiges Album.

 

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