Shake Me Baby!

Lebst auch du den High Protein Lifestyle?

Ein, zwei, drei Löffel in die Magermilch, kurz umrühren und shaken – fertig ist das Abendessen. Es gibt sie in allen Geschmacksrichtungen und überall zu kaufen. Wer kennt sie nicht, die beliebten Shakes als Nahrungsergänzung zum Sport? Neben diversen Riegeln, Kapseln oder Konzentraten zählen auch Proteinshakes zu den Nahrungsergänzungsmitteln und unterliegen dem Lebensmittelgesetz. Doch was steckt wirklich in den Shakes und wie viel Eiweiß ist gesund?

Autorin: Lisa Aichmaier

Proteinshakes sollen beim Training unterstützen, die Kilos purzeln lassen oder den Muskelaufbau fördern. Bei vielen Sportliebhaber_innen sind sie nicht mehr weg zu denken. Auch bei Diäten finden sie mittlerweile großen Anklang. Protein ist aber nicht gleich Protein. Grundsätzlich handelt es sich bei dem Ergänzungsmittel um ein Pulver, das aus verschiedenen Eiweißarten besteht und mit Vitaminen angereichert wird. Besonders Wheyprotein ist sehr beliebt, aber auch Caseinprotien oder Sojaprotein werden angeboten. „Wheyproteine sind die Molkeproteine der Milch. Molkeproteine besitzen eine hohe biologische Wertigkeit, haben also eine sehr günstige Aminosäurenzusammensetzung. Außerdem sind sie leicht verdaulich“, so Frau Mag. Dr. Schrammel-Gorren von den Instituten für Pharmakologie und Sport. Empfohlen wird eine Tagesration von 0,8 g Eiweiß pro kg Körpergewicht.

credit: Lisa Aichmaier

Vorteile und Nachteile

Durch die Shakes werden die Proteine schnell verfügbar gemacht. Das bedeutet, dass man viel Protein in kurzer Zeit aufnehmen kann. Für Spitzensportler_innen ist dieser Punkt besonders wichtig, da sie sonst nur schwer auf den benötigten Eiweißanteil kommen. Weitere Vorteile sind, dass sie schnell zuzubereiten und leicht verträglich sind. Für Otto Normalverbraucher und Hobbysportler_innen ist es allerdings nicht notwendig, solche Ergänzungsmittel zu sich zu nehmen, der Körper kann die benötigten Nährstoffe genauso gut durch eine gesunde Ernährung aufnehmen. Viel Protein steckt etwa in Hühnchen, Fisch und Milchprodukten. Wichtig ist dabei, dass man auf eine vernünftige Nährstoffkonstellation achtet. Geraten wird im Allgemeinen zu ca. 55% Kohlenhydraten, 15% Protein und der Rest davon Fett. Bei natürlichen Lebensmitteln kann es auch keine Überdosierung an Vitaminen geben. Laut fachlicher Meinung spricht jedoch vorerst nichts dagegen, die Shakes zu trinken. Nur eine zu intensive Einnahme kann negative Folgen mit sich bringen. Je nachdem wie lange dem Körper eine zu hohe Menge an Proteinen zugeführt wird, kann das zu Nierenproblemen führen. Auch, dass man durch zu häufige Aufnahme von Nahrungsergänzungsmitteln die natürliche Vitaminaufnahme verlernt, ist von Experten nicht auszuschließen.

Fazit

Der Hype um Proteinshakes ist eine Trenderscheinung. Prinzipiell werden die Shakes beim Training nicht gebraucht und mit bewusster Ernährung lässt sich langfristig besser abnehmen. Aber wenn‘s schmeckt, dann kann man sich ohne negative Folgen gern daran bedienen, um mal ein „schnelles Essen“ zuzubereiten. Durch das Trinken der Shakes steigt das positive Körpergefühl und motiviert zum Weitermachen. Achten sollte man lediglich auf die Qualität der Produkte und sie deshalb eher in Apotheken oder im Fachhandel kaufen.