Mobil durch Graz: so geht’s am schnellsten

Wie kommst du in der Stadt am schnellsten von A nach B? Drei Studenten der TU Graz sind dieser Frage empirisch nachgegangen.

Autor: Gunnar Knaus

Graz ist verkehrstechnisch nicht gerade das Mobilitätsparadies auf Erden. Studierende, die auf verschiedenen Hochschulen studieren, kennen das sicher gut. Du hast zwei Kurse knapp hintereinander und musst schnell von der Hauptuni zum Infeld-Campus? Viel Spaß dabei!

Doch wie kannst du dich nun am schnellsten und auch kostengünstigsten durch die Stadt bewegen? Das haben sich drei Studenten der TU Graz in einer gemeinsam verfassten Bachelorarbeit am Institut für Straßen- und Verkehrswesen genau angesehen.

Ian Veigl, Dominik Maierhofer und Tino Taffanek sind dafür mit unterschiedlichen Transportmitteln quer durch Graz gefahren. Für die Erhebung wurden öffentliche Verkehrsmittel (Bim und Bus), PKW und Fahrrad herangezogen. Auf zehn festgelegten Routen mit unterschiedlichen Längen wurde anschließend ausgetestet, wie man nicht nur am schnellsten, sondern auch am effizientesten von A nach B kommt. Dafür wurde zu drei verschiedenen Tageszeiten – morgens, mittags und abends – an Werktagen gemessen und mit einer Messgenauigkeit von einer Minute dokumentiert. Die Studenten haben außerdem Wartezeiten bei Haltestellen, die Dauer der Parkplatzsuche sowie die Fortbewegung ohne Verkehrsmittel, um zur Haltestation oder dem geparkten Auto zu kommen, miteinberechnet. Insgesamt wurden 60 Messungen quer durch Graz durchgeführt.

credit: Tobias Antensteiner

Das Ergebnis der Arbeit: Sowohl auf kurzen (< 2,2 km) als auch auf langen innerstädtischen Strecken (> 2,2 km) hat sich der Drahtesel als flottestes Fortbewegungsmittel durchgesetzt. Gerade durch das Suchen von Parkplätzen oder das Warten auf (Anschluss-)Verbindungen können sich die Wegzeiten erheblich erhöhen. Auffällig ist beim Fahrrad auch die Konstanz der benötigten Fahrtzeit, während die Reisedauer bei öffentlichen Verkehrsmitteln und dem PKW je nach Tageszeit stark schwankt.

Fazit: Setz (dich) auf’s Fahrrad

Keine Parkplatzsuche, keine unnötigen Wartezeiten – mit dem Fahrrad kommst du am schnellsten und am günstigsten durch Graz. Gute, gebrauchte Bikes gibt es bereits ab 100 Euro. Wenn du nicht gerade weiter auswärts wohnst und auf das eigene Auto oder den öffentlichen Verkehr angewiesen bist, dann kommst du so am effizientesten von A nach B.

 Fotocredit Beitragsbild: Tobias Antensteiner